Lavaerde und selbstgemachtes Duschgel.

Ich melde mich vom Ende des dritten Fastentages mal wieder und da ich euch nicht mit Befindlichkeiten meiner Verdauung und irgendwelchen anderen ekelhaften Entgiftungsprozessen belästigen möchte, schreibe ich über etwas interessanteres.

 

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Da ich ja entgiften möchte in meiner Fastenwoche hielt ich es für unsinnig, meinen Körper zum einen mit Wasser durchzuspülen, auf der anderen Seite dann aber Kosmetik mit Konservierungsstoffen auf meine Haut zu schmieren. Daher ging ich zum Urschleim zurück… Nein, Spaß. Lavaerde hat sicher schon mal jeder gehört, der sich mit der Vermeidung von Müll u.ä. beschäftigt hat. Ich bin darauf erst vor 3 Wochen gestoßen und war dann so fasziniert, dass ich sie mir gleich gekauft habe.

Diese Woche kam ich dann endlich zum Testen. Im Gegensatz zu den Meisten, die offensichtlich am Anfang erhebliche Schwierigkeiten mit dem Waschen hatten, kam ich sofort damit zurecht und möchte jetzt nie wieder etwas anderes benutzen. Ich warte aber mal noch eine Woche bevor ich meine Shampoo-Sammlung verschenke, vielleicht ändert sich meine Meinung ja noch.

 

Ich war außerdem auf der Suche nach einem einfachen Rezept für ein Duschgel. Ich bin dann hierüber gestolpert und habe das ganze auch gleich ausprobiert, da es wirklich super simpel ist. Als Duft habe ich einen Teebeutel von Teekanne „LemonCake“ reingehangen. Das Duschgel duftet jetzt zwar gut, aber irgendwie gefällt mir weder die Konsistenz noch das Waschergebnis. Letzteres kann aber auch daran liegen, dass man während des Entgiftens sowieso nicht nach Veilchen duftet. Ich werde also, bevor ich dieses Rezept komplett verwerfe mal darauf warten das die Fastenzeit vorbei ist und schauen ob das Ergebnis dann besser ist.

 

Alles in allem gehts mir gut, heute Nacht habe ich von ganz viel Essen (überraschenderweise alles vegan, hätte eher gedacht, dass es Schweinebraten wird) geträumt und vom Rauchen. Außerdem war ich heute das erste Mal draußen seit Beginn des Fastens. Es ist nicht so, dass ich dafür nicht die Kraft gehabt hätte in den letzten Tagen (meine komplette Wohnung ist mittlerweile grundgereinigt, alle Fächer ausgeräumt/ausgemistet und neu sortiert), sondern viel mehr das Make Up Problem. Aber ich war heute tatsächlich 45 Minuten ungeschminkt spazieren. Das ich ungeschminkt das Haus verlasse, war, glaube ich, das letzte Mal mit 12 Jahren. Es ist also schon ein Weilchen her. Ich bin dann natürlich extra eine Strecke gelaufen, wo ich kaum Menschen begegne (und ja, dass ist in Berlin Mitte tatsächlich möglich, zumindest auf einem Sonntag).

Habe jetzt nur noch zwei Tage ohne Essen vor mir und freue mich schon auf die vielen leckeren Sachen, die ich bald wieder essen darf…

 

„Hackfleisch“topf mit Reis (glutenfrei und vegan)

Da mein Freund gerne kocht und ich doch eher ein Kochmuffel bin, hat er heute für mich was leckeres veganes gekocht, dass ich euch nicht vorenthalten möchte.

Klingt erstmal nicht vegan, aber natürlich wurde kein echtes Hackfleisch verwendet, sondern diese lustige Zutat:

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Geschmacklich selbstverständlich anders als echtes Hackfleisch. Allerdings vermute ich, dass man es auch vielen Menschen als echtes Hackfleisch verkaufen könnte. Wir haben nur darauf geachtet, weil wir es ja wussten.

Preislich natürlich etwas höher angesiedelt, aber es war ja für das Sonntagsessen.

 

 

Nun gut, hier ein Bild von unserem Sonntagsgericht mit anschließendem Rezept.

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Zutaten: 150 g Bio Tofu Gehacktes – 2 Stangen Lauch – 2 große Zwiebeln – 1 l Gemüsebrühe – 5 EL Tomatenmark – 1 EL Senf – 1 TL Salz – 1 TL Zucker – 1 TL Paprikagewürz – 250 ml Sojasahne – Pfeffer – 200 g Champignons.

Zubereitung:

  1. Gehacktes nach Anleitung zubereiten, Zwiebeln würfeln, Champignons und den Lauch schneiden.
  2. Die Zwiebeln in Öl anbraten. Anschließend das Gehackte zugeben.
  3. Gemüsebrühe, Lauch, Champignons, Tomatenmark, Senf und die Gewürze zugeben.Ca. 15 Minuten köcheln lassen, häufig umrühren.
  4. Zum Schluss die Sojasahne unterrühren. Und natürlich nebenbei nicht vergessen den Reis zu kochen.

Im Übrigen schmeckt das ganze auch sehr lecker ohne Sojasahne und auch das „Gehackte“ kann man problemlos weglassen. Die Menge reicht im Übrigen locker für vier Portionen.

Uns hat es sehr gut geschmeckt und ich freue mich, dass etwas übrig geblieben ist. Ich hoffe, dass mein Freund mich weiterhin mit so leckeren Sachen überrascht. 🙂